Das Ackerland des Pennsylvania Dutch Country gehört zu den produktivsten der Vereinigten Staaten. Viele der Bauern hier unterscheiden sich stark von den meisten Amerikanern – sie sind die Amish und Mennonites, auch bekannt als die Plain People, die einfachen Leute.

Amische Leute benutzen Pferde seit den Tagen, als nur Pferde Pferdestärken produzieren konnten. Im Vergleich zu unserer schnelllebigen Gesellschaft hat die einfachere, familienzentrierte Amish-Kultur eine besondere Faszination für viele.

Die Amish verfolgen ihr Erbe über Hunderte von Jahren zurück, und doch leben und arbeiten sie trotz der vielen Zeit und der vielen Veränderungen, die sich in der Gesellschaft vollzogen haben, immer noch so wie ihre Vorfahren. Für die Amish haben Familie, Bauernhof und Glaube oberste Priorität.

Sie sind fromm in ihrem Glauben und glauben an eine wörtliche Auslegung und Anwendung der Bibel als Wort Gottes. Sie nehmen die biblischen Gebote ernst, um sich von den Dingen der Welt zu trennen. Sie glauben, dass die Weltlichkeit sie davon abhalten könnte, Gott nahe zu sein, und Einflüsse einführen könnte , die für ihre Gemeinschaften und ihre Lebensweise zerstörerisch sein könnten.

Heute gibt es etwa 250.000 der Amish, die alle etwas unterschiedliche Traditionen und eigene Interpretationen der Bibel haben. Die traditionelleren Gruppen werden „Amish der alten Ordnung“ genannt. Sie erlauben weder Elektrizität noch Telefone in ihren Häusern.

Indem sie den Zugang zu Fernsehen, Radio und Telefon einschränken, können die Amish die moderne Welt besser davon abhalten, in ihr Leben einzudringen.

Die Amish haben Landwirtschaft lange Zeit als Lebensart bevorzugt. Sie glauben, dass sie ihren Lebensstil und ihre Familien am besten in einer ländlichen Umgebung erhalten können.

Die meisten besitzen keine Autos, weil sie glauben, dass Autos unerwünschten Zugang zu den Wegen der Welt bieten würden. Nur ihre Pferde und so genannten Buggys (Wagen) fahren auf ihren Straßen.

Sie tragen einfache Kleidungsstile, weshalb sie „Plain People“ genannt werden. Es ist der einfache, friedliche Lebensstil dieser einfachen Menschen, der heute eine solche Neugier anzieht.

Ihre Trennung vom Rest der Gesellschaft hilft tatsächlich, ihre Gemeinschaft zu stärken. Amish-Kinder besuchen Ein-Raum-Schulhäuser bis zur achten Klasse. Amische Gottesdienste finden jede zweite Woche in einem der Häuser der Mitglieder statt. Geselligkeit ist ein wichtiger Teil des Lebens der Amish.

Die Amish-Menschen sind private Menschen und empfinden oft die ganze Aufmerksamkeit und Neugier auf ihren Lebensstil störend. Dementsprechend haben sie sehr mit den Scharen von Touristen zu kämpfen. Mit dem gegenwärtigen Interesse der Gesellschaft an der Wiederherstellung von „Familienwerten“ kann bei aller berechtigten Kritik in Sachen Gleichberechtigung und individueller Freiheit viel von der amischen Lebensweise gelernt werden. Ihre Hingabe zu Familie und Gemeinschaft und starke Arbeitsmoral sind durchaus gute Beispiele für die Gesellschaft – doch die steinerne Geschlechterordnung und harte Bestrafung von „Abtrünnigen“ ist dennoch kritisch zu sehen.